Tagebuch-Eintrag aus Dusseldorf, Stahlwerk
vom 30.10.04.
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Description
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30.10.04 Düsseldorf, Stahlwerk
Der Tag begann einfach gut. Ich konnte ewig lange schlafen – was bei meinem immer noch andauernden Husten ein Wunder war – und kullerte erholt und gut gelaunt aus der Koje. Das sollte auch den restlichen Tag und die Nacht über so bleiben.
Ich schlenderte durch das Stahlwerk, beobachtete die Crew bei den letzten Handgriffen auf der Bühne, streifte am Catering vorbei und genehmigte mir eine Möhrensuppe. So gestärkt war auch schon die Zeit für den Soundcheck gekommen, der aber mittlerweile echt nur noch ein kurzes Stelldichein auf der Bühne darstellt, da die ganze Produktion total aufeinander eingespielt ist.
Während Regicide nun ihrerseits die Bühne enterten und ihr Gerödel hinaufschafften gab es bereits die Fütterung – und was waren das für kulinarische Ergüsse, einfach herrlich. Da ich aber vor der Show selten schwere Sachen zu mir nehme, begnügte ich mich mit einer Kostprobe und sicherte meine Portion für später.
Gerade als mir dann langweilig werden wollte fiel mir unsere Playstation im Bus ein und ich vertrieb mir mit Fußball die Zeit. Ich spielte mit dem HSV den deutschen Pokal aus. Leider konnte ich nicht gewinnen, da rechtzeitig zum Finale gegen Bayer Leverkusen der Computer stumpf ausstieg und mich mit meinem Frust alleine ließ. Das konnte meine Laune aber nicht wirklich senken – ist ja nur ein Spiel (SCHEISSE)!
Also wanderte ich wieder zurück in die Halle. Regicide spielten schon und… was war denn das für ein Zuschauerlärm?!?
Wie viele Leute sind eigentlich da? Dirk, unser Tourleiter, beantwortete die Frage knapp mit „1260!“ und grinste breit.
Da blieb mir aber auch mal die Spucke weg!
Hammerhart!
Neuer Rekord bei einer Clubshow außerhalb von München!
Als es dann los ging und die Sprechchöre „Schandmaul, Schandmaul!“ und „Jetzt geht’s los!“ durch die Halle donnerten waren wir schon ein wenig stolz und hatten das Gefühl ein ganz klein bisschen berühmt zu sein ;o)
Die Show schließlich war wie erwartet eine Superlative! Düsseldorf machte einen Krach, dass einem Angst und Bange werden konnte. Es wurde gesungen, gesprungen, geschrieen und schlichtweg ausgerastet! Dankeschön Düsseldorf! Ich sehe uns hier nicht das letzte Mal eine Party machen!
Als wir uns nach dem Konzert trocken gelegt hatten, ging es noch zum Unterschreiben an den Merchandising Stand. Auch hier wurden neue Rekorde aufgestellt. Selten habe ich sooft meinen Namen schreiben müssen und selten auf so unterschiedliche und wunderliche Gegenstände.
Später am Abend, es dürfte so 2 bis 3 Uhr morgens gewesen sein, gab es noch einen lustigen Stehkreis bei den Bussen mit den Kollegen von „Regicide“. Neben dem typischen Musiker-Fachsimpel-Gequatsche wurden eine Menge Witze gerissen und die eine oder andere Tasse Bier in die Hälse geschüttet… Danach ging es weiter nach Dortmund. Ein weiterer Tag Dudelsack-Alarm bei den Dark & Mystery Music Nights.