10 Uhr morgens. Der Wecker klingelt. Ich bin mal wieder als erster dran. Das hat man davon, eigentlich ein Frühaufsteher zu sein. Dafür ist heute Mittwoch und da gibt es zum Frühstück immer frischen Leberkäs. Also schnell geduscht und ab zur Nahrungsaufnahme. Ich esse eine dicke Scheibe mit ebenso dick Senf drauf und mache mit Trosi auf in die Regie. Bei der anstehenden Nummer ist die primäre Frage: Nylon oder Stahl schnell geklärt. Die Stahlsaiten sind dran.
Die Nummer ist auch ziemlich schnell im Kasten und beim Durchhören kommt die spannende Frage auf, was wohl passiert, wenn man Bass- und Gitarrenbox gegenüberstellt, voll aufreißt und dann gleichzeitig aufnimmt….
Hier will ich euch einen kleinen Technikexkurs zum Thema „professionelles Homerecording“ nicht vorenthalten:
Zunächst standen wir vor der Überlegung, dass im Falle einer gleichzeitigen Abnahme beider Boxen ja eigentlich die Richtcharakteristik des Mikrofons entscheidend sein dürfte. ABER!!!! Unter etwa 80 Hertz wird eine Nieren- zu einer Kugelcharakteristik und der Bass breitet sich sowieso omnidirektional aus. Dabei ist ferner zu beachten, ob das Mikrofon die Richtwirkung aufgrund von Laufzeitgliedern erreicht, oder ob es sich um ein Großdoppelmembranmikrofon handelt, wo die Richtcharakteristik durch die unterschiedlichen Verschaltungen der beiden Membranen zueinander erfolgt. Soweit alles klar?! Egal, was ich sagen wollte: Das Experiment klingt so oder so Scheisse!
Hiasl stellt uns seinen neuen Frickelpart vor, der uns vor ein Problem stellt: Nach etwa 8 Bier glaubt man, ihn verstanden zu haben, spielen kann man ihn aber nur nüchtern. Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz ;-)
Denn nüchtern versteht man ihn ja nicht…
Es ist jetzt 21.26h und Stefan und ich haben es nun doch nüchtern a) verstanden und b) tatsächlich eingewurstet.