Ein ungewöhnliches Konzert heute: Es ist ziemlich um die Ecke und so fahren wir mal wieder mit den allseits ungeliebten Bullis. Das heißt: Alle außer mir. Denn ich sitze noch zuhause mit einer üblen Yersinien-Infektion. Wer nicht weiß, was das ist: Stäbchenbakterien, ähnlich wie Salmonellen, nur seltener, dafür mit nachhaltigeren Nebenwirkungen.
Auf alle Fälle bekomme ich Hammermedikamente, die einen ein wenig langsam machen. Alles ein bisschen wie in Zeitlupe. Das merke ich mit einem Mal auf der Autobahn, bei 180 auf der linken Spur. Plötzlich setzt die Wirkung ein. Ohlala! Jetzt schnell rechts rüber und langsam (!) weiter. Jetzt weiß ich auch, was das mit „keine Maschinen bedienen“ und „keine Kraftfahrzeuge steuern“ auf sich hat…
Irgendwie komme ich nachmittags in Geislingen an, sage allen „hallo“ und verschwinde ins Hotel. Nochmal ne Stunde abrollen, bevor der Soundcheck losgeht. Dann zurück, kurz zwei uralte Bekannte angespielt und danach lecker Abendessen. Für mich gibt’s 2 Kartoffeln mit einer Prise Salz. Für jemanden, der spektakulär abnehmen will ist das ganz toll. Immerhin habe ich 5 Kilo in 8 Tagen geschafft. Schadet mir gar nicht sagt Stefan…
Nach dem Abendessen fahre ich noch mal ins Hotel, schlage eine dreiviertel Stunde vor Showbeginn wieder hinter der Bühne auf, wir ziehen uns um und dann geht’s los. Das große Überleben. Und es klappt wesentlich besser als befürchtet. Irgendwie vergisst man auf der Bühne so eine ganze Menge, zumindest für diese 2 Stunden.
Danach bin ich fertig und fahre recht schnell – rischtisch – ins Hotel!