Rate, was mich geweckt hat! Rischtisch! Es war wieder unerträglich heiß und gut gegart im eigenen Saft fließe ich aus meiner Koje. Die grelle Sonne ist unerträglich und mir ist es, als renne ich gegen eine Wand.
Schnell ins Cateringzelt gerettet und erstmal einen Teller Obstsalat in mich hinein geschaufelt. Dazu einen leckeren Kaffee, von professioneller Küchenfachkraft zubereitet. Das schmeckt man gleich!
Danny zeigt mir nach dem Frühstück Thomas Akkustikgitarre: Die ist nur noch Schrott. Gestern beim Laden war der Backliner von Schelmish mit einem Sprinter darüber gefahren. Allerdings nicht rückwärts, sondern vorwärts!!! Und wäre nicht Cese heldenhaft vor die Kühlerhaube gesprungen, es wären wohl noch weitere Utensilien über den Jordan gegangen…
So hat Thomas dafür heute das Vergnügen, die Godin von Holly D (Letzte Instanz) spielen zu dürfen. Eine echte Männerfreundschaft eben…
Obwohl dieser Tag nicht wirklich viel hergibt und ich fast schon darauf lauere, bleibt dieser Tag frei von Langeweile. Unfassbar! Ich baue nicht eine einzige Burg! Dafür laufe ich ungefähr 22,5 Kilometer, weil die Wege durchaus weit sind. Wie gesagt, der restliche Tag verläuft zwar mit gepflegtem Müßiggang, aber ohne Langeweile.
Vor eine schwierige Aufgabe stellt mich 2 Stunden vor der Show unsere liebe Bifi: Sie möchte einen kleinen Wodka O mit mir trinken. Nun gibt es für mich aber die eiserne Regel, erst umgezogen in Bühnenklamotte einen kleinen Schluck zu mir zu nehmen. Ich bin in einer echten Konfliktsituation. Doch ich finde eine Lösung, ohne meinen Prinzipien untreu zu werden:
Ich ziehe mich einfach schon 2 Stunden vor der Show um und kann jetzt ruhigen Gewissens mit unserem Flötenschlumpf anstoßen.
Nachdem die letzte Instanz, Anne Clark und ASP mit ihren Shows fertig sind, ist es für uns an der Reihe, den Abend zu rocken. Wir betreten die Bühne und bereits nach der zweiten Nummer kommt die Ansage, dass sich die ersten Anwohner beschweren und wir pünktlich – entgegen aller Vorgaben – um 23 Uhr aufhören müssen. In der Praxis heißt das, dass wir unser Set um 2 Nummern kürzen müssen. Schade eigentlich und danke noch mal an die „netten“ Anwohner. Man wird ja wohl einmal im Jahr ein bisschen länger aufbleiben können und etwas Toleranz zeigen. Leben und leben lassen!!!
Nach der Show gibt es noch ein paar nette Gespräche und schließlich heißt es Abschied nehmen von unseren Freunden von der Instanz. Bei Pizza und Bier klettern wir an Bord und fahren in Richtung Heimat. Bis demnächst, wenn es wieder heißt:
Unterwegs mit dem 1. SC Handmaul