Was für eine Nacht! Ich erwache aus einem völlig blödsinnigen Traum: Ich habe eine Erfindung gemacht. Sie sieht aus wie ein Kopfhörer und hat oben drauf einen Propeller. Am Gürtel trägt man ein Bodypack, mit dem man die Geschwindigkeit des Propellers steuern kann. Mit dem Ding kann man fliegen! Propeller einschalten, dann mit dem Oberkörper wippen, damit man an Höhe gewinnt. Oberkörper nach rechts und man fliegt nach rechts, nach links geht’s nach links, nach vorne nach vorne und nach hinten – na??? – rischtisch! Zurück! Ich hebe ab und ziehe meine Bahnen, staunende Massen unter mir. Über Wiesen und Wälder. Schließlich entdecke ich eine Lichtung, verringere die Geschwindigkeit und lande. Als ich wieder starten will, ist die Batterie alle und ich muss laufen. Schweißnass erwache ich. Es hat mal wieder 50 Grad in meiner Koje und der Sauerstoffgehalt der Luft nähert sich dem Nullpunkt. Also: Aufstehen!
Ich treffe auf etliche Mitleidende. Danny kocht derweil Kaffee im Bus, weil das Catering noch eine Stunde dauert. Hätte er besser gelassen! Ich mag starken Kaffee, aber in dem hier bleibt der Löffel stecken! Dann doch lieber warten! Irgendwann ist es dann auch soweit und es gibt das wohlverdiente Frühstück. Mit richtigem Kaffee…
Danach habe ich einen Termin bei Tanja zum Haare schneiden. So wie ich gerade aussehe, kann man mich nicht auf die Bühne lassen. Das wird jetzt behoben.
Anschließend wird unser Gerödel aus dem Truck geladen. Das riecht nach Arbeit und ich gehe zum Burgen bauen in den Bus.
Tanja braucht eine neue Sonnenbrille und nach einer präzisen Wegbeschreibung von Cese machen wir uns auf den angeblich 6minütigen Weg zur City. Nach etwa 10 Minuten erreichen wir die Hauptstrasse. Hier sollen wir rechts gehen. Nach weiteren 10 Minuten merken wir allerdings, dass Cese wohl das andere rechts gemeint haben muss, denn wir landen im Vorstadtnirvana. Ein netter junger Mann klärt uns auf und nach weiteren 15 Minuten finden wir die City. Und merken recht schnell, dass die Sonnenbrillenmode dieses Jahr eine einzige Katastrophe ist. Da gibt’s nix G’scheits… Schließlich werden wir fündig und nehmen uns zurück ein Taxi. Jetzt folgt das Routineprogramm: Linecheck, Abendessen, ein Pfund Langeweile, um 20 Uhr noch ein Meet and Greet und ab 21 Uhr eine Party.
Danach noch raus zu den Fans, dann ab an Bord und weiter geht’s nach Wuppertal!